
heute habe ich drüber nachgedacht, ob eigentlich eine gleichberechtigte co-existenz von serie und spin-off möglich ist. anders gefragt: was passiert, wenn bei einer fernsehserie aus nebencharakteren eine neue serie (ein spin-off) gebastelt wird?
mein lieblingsbeispiel ist „cheers“, aus der später „frasier“ entsprungen ist. „cheers“ fand ich ganz nett, „frasier“ war aber um längen besser. viel witziger, bessere charaktere, spannendere storyline. vielleicht auch nur, weil nicht die gesamte handlung der serie in einer einzigen bar stattfand?
ein gegenbeispiel ist „friends“, aus der später die serie „joey“ entstand. „friends“ kann man sich – zumindest auf englisch – spaßeshalber gut angucken. okay, ich gebe zu, ich habe durchaus alle folgen gesehen! auf deutsch kann ich übrigens keine einzige folge gucken ohne wahnsinnig zu werden. bei „joey“ hab ich nach den ersten paar folgen aufgegeben (obwohl auch auf englisch), weil es einfach nur noch platt war. außerdem: wieso eigentlich ausgerechnet ein spin-off mit joey? er war bei friends schon die nervigste figur und selbst – sollte das der grund gewesen sein – sein subjektiv gutes aussehen von damals ist einfach mal nicht mehr da, oder?
dann natürlich die ganzen „CSI“-serien, die ich nicht auseinander halten kann. aber ich finde, die zählen auch nicht so richtig, weil sie einfach zu ähnlich sind. es sind halt alles forensic-teams der polizei/des FBI/was weiß ich. aus dem gleichen grund finde ich, dass „schimanski“ nicht als spin-off von „tatort“ gezählt werden darf. bei „law & order“ hingegen wird der spin-off „criminal intent“ gar nicht als spin-off wahrgenommen, weil kein law & order davorsteht und weil es noch mal anders aufgebaut ist.

„a different world“ mochte ich damals ganz gern (in deutschland hieß die serie „college fieber“), ein spin-off von der cosby show. erfolgreich war sie aber glaub ich nicht. xena war ja zB auch ein spin-off von herkules, oder? auf jeden fall erfolgreicher. schrecklich fand ich, dass mein lieblingscharakter addison montgomery damals aus „grey’s anatomy“ verschwand. aus ihr wurde der spin-off „private practice“, von dem ich bisher nur eine folge gesehen hab. und: ich befürchte, dass es eine verstörend schlechte serie ist, werde aber bald mal ein wenig weitergucken. sollte ich mich irren, könnte hier ein beispiel von gleichguten serien (original und spin-off) vorliegen.
schockiert hat mich, dass die serie „trapper john m.d.“ ein spin-off von „M*A*S*H“ gewesen ist. beides sehr erfolgreiche serien, aber auch sehr unterschiedliche settings: mitten im korea-krieg vs. krankenhaus in den usa. dass „unter der sonne kaliforniens“ ein ableger von „dallas“ gewesen ist, habe ich auch heute erst gelernt. wieder zwei erfolgreiche serien. nur, dass ich hier bisher gar nicht wusste, dass es sich um spin-offs handelte! zählen müsste ich es vielleicht trotzdem als beispiele friedlicher co-existenz.


Es gibt zwei spin-offs, die mir persönlich wirklich gut gefallen: Angel als spin-off von Buffy und Torchwood ein spin-off von Dr. Who.
AntwortenLöschenAngel mag ich vor allem wegen des "Vampirs mit Seele", der zum Teil sehr witzigen Szenen, Lorne (I´m proud to be green) der vom göttlichen Andy Hallet gespielt und gesungen wird und wegen der älteren Zielgruppe.
Torchwood ist einfach nur genial, es bringt einem zum Teil noch mehr zum Nachdenken über das Universum als jedes Philosophie- oder Astronomie-Werk. Außerdem ist es die erste Serie, die frei und offen mit der "Ominsexualität" der Hauptrolle arbeitet. John Barrowman ist dabei die optimale Rolle, noch nie habe ich jemanden so charmant mit seinem schwul-sein in der Öffentlichkeit kokettieren sehen. Es ist bei ihm sicher auch eine Masche der Selbstdarstellung - aber ne coole.
Julia
pardon es sollte natürlich "OmNIsexualität" heissen...
AntwortenLöschenstimmt! angel und torchwood hab ich völlig vergessen. angel, weil ich den spin-off überhaupt nicht mochte. und bei torchwood bin ich grad erst in der 1. staffel - und finde es bisher eher anstrengend, teilweise aber auch gut. das mit der omni-/homosexualität und überhaupt muss sich also für mich noch herausstellen ;)
AntwortenLöschenoh, trapper john m.d. mochte ich gern, wenn auch nicht SO gern wie *mash*. macht aber nichts.
AntwortenLöschenmir fällt gerade nur ein umgedrehtes beispiel ein, "the ten rules" vs. "exes and oh's". den film fand ich herrlich und zum immer wieder sehen, bei der daraus resultierenden serie hab ich es nicht mal über die erste folge hinaus gebracht, bzw. ich habe mittendrin abgeschaltet, weil es mich so schrecklich genervt hat.
kommt hier eigentlich jemals wieder ein eintrag. like, soon? :)
AntwortenLöschen@sk: tadaaa!
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